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Als meine Gemeinde zerbrach

Mit 16 erlebte Martin, wie seine Gemeinde im Streit zerbrach – und mit ihr seine Heimat. Ein Wort von Jesus half ihm, sich trotz aller Enttäuschung neu für ihn zu entscheiden.

Dauer
4:09
Veröffentlicht am
15. Oktober 2026
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Transkript

Ich bin christlich aufgewachsen, das heißt, meine Eltern sind in die Kirche gegangen. Ihnen war der Glaube wichtig und als Kinder haben wir davon einiges mitbekommen. Wir haben zusammen gebetet. Wir haben Bibelgeschichten zusammen gelesen. Und so sind einige Jahre vergangen. Als ich aber 12, 13 war, war für mich die Frage, kann ich das eigentlich auch wirklich erleben oder sind es halt nur irgendwelche Geschichten, die man halt irgendwie mitkriegt und jeden Sonntag irgendwo sich anhört? Macht es einen wirklichen Unterschied? Und damals sind wir auf Freizeiten gegangen, in denen wir wirklich erlebt haben, dass Jesus heute wirkt und lebendig ist und er wirklich ein Freund fürs Leben ist, der dein Leben total bereichert und verändert. Und das war super. Das war eine Hammererfahrung da, mit unseren Freunden hinzugehen. Und als ich 16 war, wir waren in 'ner kleinen Gemeinde, da bin ich in eine ziemliche Krise gerutscht, weil diese Gemeinde, die auch für mich total Heimat war, wo wir Freunde waren, die ist zerbrochen, als sich, die aus meiner Sicht, damals die Erwachsenen halt gestritten haben und die ganze Gemeinde ist zerbrochen. Und für mich ist damals eine Welt zusammengebrochen. Und es war wie, dass der Boden unter meinen Füßen weggezogen wurde. Weil so dieses Ganze, worum sich mein Leben auch gedreht hat, worum ich mich ausgerichtet hab, war plötzlich weg. Und ich hab mir wirklich die Frage gestellt, will ich das wirklich? Was ist da dran? Will ich so viel auch für Jesus einsetzen und am Ende ist alles weg wie bei dieser Erfahrung? Ich hab mir diese ganzen Fragen gestellt, was möcht ich eigentlich mit meinem Leben? Und ich bin auf einen Bibelvers gestoßen, der mich damals extrem angesprochen hat. Und da sagt Jesus, dass wer sein Leben gewinnen möchte, der wird's am Ende verlieren. Und wer's verliert seinetwillen, der wird's gewinnen am Ende. Und Jesus sagt im Prinzip, hey, Du Du kannst sozusagen dein Leben in deiner Hand halten wollen und das Beste für dich draus machen wollen und gleichzeitig Du wirst es verlieren. Und wenn Du's aber ihm gibst, in seine Hand gibst, ihm anvertraust, sorgt er dafür, dass Du auf der Gewinnerseite am Ende stehst. Und ich hab gedacht, ja, das möcht ich. Auch wenn ich so viel Enttäuschung erlebt hab, auch wenn vielleicht immer wieder Menschen mich enttäuschen werden, Kirche mich enttäuscht und so viel auch schwierig sein kann im Glauben oder herausfordernd, Ja, ich möchte diesen Weg mit Jesus und hab mich dann taufen lassen. Und jetzt, einige Jahre später kann ich sagen, ja, es hat sich enorm gelohnt. Ich schau zurück und bin so dankbar, wie Jesus mich geführt hat, wie er mich versorgt, wie er uns versorgt und beschenkt und möcht es nicht missen, diese Entscheidung zu sagen, ja, ich möcht mit Jesus gehen. Ich merke, dass es einen Megaunterschied macht, ob ich mit Jesus lebe oder nicht besonders bei den Entscheidungen, die ich treffe. Da gibt es viele kleine Entscheidungen im Alltag, wo die Frage ist, woran orientierst Du dich? Was gibt dir Halt? Was ist dir wichtig? Was ist überhaupt im Leben wichtig? Was zählt überhaupt? Und da merk ich das, wenn ich in der Bibel lese, das gibt mir Orientierung, das gibt mir Kraft. Da merke ich, das ist das, was wirklich zählt. Es geht nicht drum, viel Geld zu haben oder viel Besitz anzuhäufen, weil am Ende stirbst Du sowieso und alles ist weg, ja. Das ist ein Beispiel dafür, die von dieser Orientierung. Und wenn Du dann Lebensentscheidungen triffst und für mich war das vor allem, was mach ich beruflich? Was will ich studieren? Wen will ich vielleicht als Partner fürs Leben? Und da hab ich gemerkt, da kommt kein Donner vom Himmel, ja. Trotzdem ist Gott da. Er hilft mir, diese Entscheidung zu treffen. Er gibt mir Dinge mit wie so einen großen Rahmen, in dem ich mich bewegen kann, aber ohne ihn wär ich da total lost und orientierungslos. Und dann gibt es immer wieder Herausforderungen, die extrem belastend sein können. Und da habe ich in Jesus diesen Freund, mit dem ich immer reden kann, dem ich diese Dinge erzählen kann und ihm die Dinge abgeben kann. Und da komm ich auf ganz neue Gedanken, kann Altes loslassen, merk, wie auch vielleicht innere Wunden oder Verletzungen, ja, er da rangeht und die wieder ganz macht, ja, dass ich nicht mit 'nem Riesenrucksack durchs Leben geh an Last und an an Enttäuschung, sondern wirklich fröhlich in jeden Tag gehen kann. Und da merk ich, dass der Glaube an Jesus ein totalen Unterschied macht.



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