
Hinweis zum Inhalt: Depression und Suizidgedanken
2011 steckte Björn in einer tiefen Depression und wusste nicht mehr weiter. In einem Gottesdienst passte jeder Satz der Predigt auf sein Leben – er ging am Boden hinein und kam aufgerichtet wieder heraus.
- Dauer
- 3:55
- Veröffentlicht am
- 15. Oktober 2026
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Transkript
Das war im Jahr 2011, da hatte ich ein sehr schwieriges Jahr gehabt. Es gab eine Reihe von persönlichen Nöten in meinem Umfeld, die mich sehr beschäftigt haben. Und tatsächlich war ich an einem Punkt angekommen, wo ich, ja, ich sag mal so, mir die Frage gestellt hab, Bahnschiene oder Hochhaus, was geht schneller, ja? Ich hatte dann wirklich eine sehr, sehr tiefe depressive Phase über mehrere Monate hinweg. Und da gab es ein Erlebnis in einem Gottesdienst meiner heutigen Gemeinde, wo ich zu Gast eingeladen war. Ich war zu dem Zeitpunkt, ich war schon Christ und ich kannte kannte den christlichen Glauben, aber ich hab hier in diesem Gottesdienst eine besondere Begegnung, eine besondere Abholung einfach von von Gott erlebt. In diesem Gottesdienst wurde eine Predigt gehalten, wo wirklich jeder einzelne Satz in meine derzeitige Situation passte. Jedes einzelne Lied hat mich total abgeholt, Gespräche, die stattgefunden haben. Und ich hatte wirklich, obwohl ich einer von 500, 600 Teilnehmern war, ich hatte wirklich das Gefühl, dieser Gottesdienst war schlicht und einfach so zugeschnitten, dass dass er mir das Leben gerettet hat. Also ich bin reingegangen, total geknickt, total depressiv, richtig traurig und im Grunde nicht mehr wissend, wie es weitergeht. Und bin rausgekommen, freudestrahlend, total aufgebaut mit 'ner ganz anderen Körperhaltung und auch Geisteshaltung und bin nie wieder danach in so ein tiefes Loch gefallen. War Gott einfach am Ende unendlich dankbar dafür, dass dass er mich in der Verkündigung so abgeholt und wieder aufgebaut hat. Da hab ich noch lange von gezehrt und ja, erinner mich heute immer wieder auch gerne daran zurück, ja. Für mich war das vor allem ein Bild von einem Fallschirm, der trägt. Das war auch der damalige Predigttitel, wo ich einfach neu verstanden habe, dass Jesus Christus wie so ein Fallschirm ist, der einen auf der der einen im Sturz auch aufhält, ja, dass ich mich darauf verlassen kann, dass wenn ich ihm vertraue, wenn er wirklich Herr und Heiland ist in meinem Leben, dass er mich nicht aufm Boden aufschlagen lässt, ja. Und ich hab bis dahin, weil dieses Jahr so katastrophal lief, hatte ich immer dieses Gefühl, ich muss das irgendwie alles alleine in eigener Kraft bewältigen. Das war mir gar nicht bewusst, dass das meine Denke war zu dem Zeitpunkt. Ich hab völlig Gottes Hilfe vergessen. Und da hab ich sie einfach, ich wurde völlig neu daran erinnert. Und es hat noch ein lieber Bruder im Anschluss mit mir gebetet. Und während dieses Gebets, also das fühlte ich physisch, dass dass die Lasten von meinen Schultern fielen, ne. Verändert hat sich, dass ich mehr und mehr, wenn ich so in Situationen hineingekommen bin, wo's mal wieder schwierig wurde, wo ich mir Sorgen um Mitmenschen gemacht habe, die mir nahe standen, was ja zu dem Zeitpunkt der Fall war, dass ich mehr und mehr gelernt habe, das nicht in Eigenregie irgendwie bewältigen zu müssen, sondern ich bin immer wieder, wenn ich in sone Situation oder in die Nähe solcher Situationen kam, immer wieder an dieses Ereignis erinnert worden. Und es hat mich jedes Mal wieder geerdet, dass ich sagen konnte, okay, ich steh da nicht alleine vor. Ich muss das nicht allein bewältigen. Ich kann Gott in seiner Souveränität vertrauen. Er ist da. Er er lässt nichts an mich ran, was ich nicht tragen kann. Und was ein Gewicht hat, das ich nicht tragen kann, da hilft er mir zu tragen, ja? Sodass ich nie wieder in so eine Situation kam, wo ich wirklich richtig fertig war, sondern ich habe neu gelernt zu vertrauen, neu gelernt zu glauben. Ist auch ein Geschenk, das kann man sich nicht erarbeiten. Das muss man in so einer Gottesbegegnung empfangen. Und das hab ich zu dem Zeitpunkt ganz neu empfangen und auch verstanden.







