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Ich darf einfach sein

Tobias wuchs in einem traditionell christlichen Umfeld in den USA auf, doch der Glaube blieb ihm fremd. An einem Abend in der Gemeinde merkte er: Gott geht es nicht um seine Leistung, sondern um sein Herz.

Dauer
3:02
Veröffentlicht am
15. Oktober 2026
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Transkript

Mein Leben war relativ spannend, weil wir als Familie ausgewandert sind in die USA und das ein total christliches Setting ist, aber total christliches Setting, das traditionell gelebt wird, aber eben nicht authentisch war. Und von dem her hatte ich immer irgendwie so das Gefühl, das ist spannend, aber irgendwas hat mir gefehlt. Und da hab ich echt viel, viel gesucht, viel gehadert auch, weil ich mitm Glauben irgendwie nicht so ganz zurechtkam und für mich Glaube immer was was Hörbares war, aber irgendwie nicht greifbar wurde. Was als Nächstes passiert ist, dass ich mich erst mal aufn Weg gemacht hab zu versuchen, zu verstehen, was was Glaube eigentlich ist und dann dann festzustellen, dass ausm Glauben Tradition erwächst, aber nicht aus der Tradition der Glaube. Festzustellen, dass Jesus viel mehr ist als einfach nur die die Tradition hinter der Kirche, hinter dem Sonntagsgottesdienst, hinter den den Liedern, die wir singen, sondern sone lebendige Beziehung, das war ein Augenöffner, als ich das verstanden hatte. Also letztendlich würd ich sagen, es ist ein ein Prozess gewesen, weniger ein ein ein Moment, aber der Prozess hat dann in einem Moment geendet. Und das war ein ein Abend in der Gemeinde, wo wir uns getroffen haben, wo wir Lieder gesungen haben. Und letztendlich war das in sonem Moment, wo ich wieder mit Gott gehadert hab, zu zu merken, alle anderen haben's irgendwie verstanden, alle anderen wirken so, als hätten sie hätten sie's, als wär das ihres. Und ich stand da drin und hab mich irgendwie so out of place gefühlt. Dann hatte ich so den sonen tiefen Eindruck im Herzen, dass Gott sagt, hey, aber das geht nicht drum die Performance. Es geht nicht drum das, was die anderen tun und was Du siehst, was sie tun, sondern es geht um dein Herz. Und so dieses zu merken, boah, da ist jemand persönlich an mir interessiert, an dem, wer ich bin und was ich mach, weniger an dem, was ich tu, das war für mich son son Wendepunkt. Ich darf einfach sein. Also ich muss nicht nicht performen, ich muss nicht machen. Es es hat sich total entspannt. Also das das Interessante war, dass ich aus der Seelsorgearbeit würd ich heute sagen, ich hatte son son Lebensstil von Liebe und Anerkennung durch Leistung. Also wenn ich genug getan hab, dann dann ja, hatte ich mal Liebe verdient. Und Jesus hat mir dann gezeigt eben, Du brauchst dir ja nix verdienen. Ich lieb dich so, wie Du bist. Und das, was sich verändert hat, das wurde entspannter. Also ich ich konnte Dinge einfach annehmen, ohne dass ich was dafür tun musste, konnte die Liebe Gottes annehmen, ohne dass ich's mir irgendwie erarbeiten musste, weil ich ganz tolle Lieder gesungen hab oder genug Predigten gehört hab oder so was. Ich glaub, Jesus ist für mich heute erfahrbarer, weil die Distanz weg ist, weil ich nicht tun muss, sondern kommen darf. Und er ist authentischer, weil ich authentischer sein kann in seiner Gegenwart. Ja, er hält mich aus, also mit mit all meinen Höhen und Tiefen. Und das entspannt mein Leben total, zu merken, ich ich darf einfach sein. Und andere Leute können auch einfach sein. Und ich hab nicht mehr dieses, hey, hast Du genug getan? Hey, haben haben wir genug getan, damit wir uns auch das verdienen, was was wir haben wollen? Sondern einfach zu sagen, hey, ich ich bin da und er ist es auch.



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