Stephans Eltern lebten ihren Glauben überzeugend vor – und doch lernte er: Für Gott muss man viel leisten. Erst in einem Seminar über den Römerbrief fiel es ihm wie Schuppen von den Augen: Gott liebt ihn einfach so.
- Dauer
- 1:56
- Veröffentlicht am
- 16. Oktober 2026
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Hi, ich heiß Stephan. Ich will euch gern erzählen, wie ich Gott noch mal neu kennengelernt hab. Also ich bin in 'nem christlichen Elternhaus aufgewachsen und meine Eltern, die waren echt so richtige Vorbilder für mich. Die haben wirklich ihren Glauben im Alltag gelebt, muss man so sagen. Das war für mich total authentisch. Also zum Beispiel haben meine Eltern, als ich noch ein ganz kleines Kind war, angefangen für Obdachlose und Leute, die nicht wissen, wo sie an Weihnachten hin sollen. Am Heiligabend haben sie ein Angebot gemacht am Heiligabend, einfach sone Veranstaltung, wo man hinkommen kann, wo man einfach da sein kann, wo man was zu essen bekommt. Und da waren über 100 Leute manchmal da und das haben meine Eltern angefangen. Allerdings, was bisschen schade war, ist, dass bei uns in unserer Familie doch auch sehr wichtig war, dass man für Gott etwas leistet, ja, dass man immer unterwegs ist für Gott, dass man in der Gemeinde viel unterwegs ist, dass man viel investiert und so bin ich dann auch geprägt gewesen. Als ich dann später in einem son biblischen Seminar gesessen habe und da ging's um den Römerbrief, da ist mir plötzlich klar geworden, dass es bei Gott gar nicht da drum geht, dass man möglichst viel leistet und möglichst viel investiert für ihn, sondern dass er dass er einen liebt, so wie wie man ist. Das war total krass für mich, weil ich hab bisher immer gedacht, Mensch, Gott verlangt von mir, ich muss möglichst viel für ihn machen. Ich muss möglichst mich einsetzen. Ich muss möglichst viel Bibel lesen. Ich muss möglichst viel beten und das war son, ja, echt auch ein Druck. Und ja, das durfte ich erkennen. Das ist mir wie Schuppen von den Augen gefallen in dem Moment, wo ich dann gemerkt hab, krass, ja, Gott liebt mich einfach so, ja. Also die nicht die Werke sozusagen, die ich für Gott tue, ist das Wichtigste, sondern die Gnade. Also Gott liebt mich und er ist mir gnädig, einfach so. So wie ich bin nimmt er mich an und das ist echt toll. Also ich setz mich trotzdem weiterhin gern ein in der Gemeinde und bring mich von ganzem Herzen auch für Gott oder für Menschen ein, aber ich merke, dass das nicht mehr meine Grundlage ist, sondern dass wirklich Gott mich liebt, so wie ich bin.






