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Gott sieht dich

Mit 13 betete Bettina: Gott, wenn es dich gibt, will ich dich erleben – und sie erlebte ihn. Jahre später, erschöpft im Alltag mit zwei kleinen Kindern, sagte ihr eine Fremde im Gottesdienst genau den Satz, den sie brauchte.

Dauer
3:08
Veröffentlicht am
15. Oktober 2026
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Transkript

Als ich so in meiner Teenagerjahre war, ich kann mich noch sehr gut dran erinnern, mit 13, 14 hab ich ein Gebet gebetet und ich hab gesagt, Gott, wenn's dich wirklich gibt, dann will ich dich erleben. Aus 'nem christlichen Elternhaus, war also nix Besonderes, aber ich hatte gar keinen Bock auf einen Glauben, nur weil meine Eltern oder Großeltern das cool fanden, sondern ich hab gesagt, Gott, wenn's dich gibt, dann will ich dich erleben. Und ich weiß, wie dieses Gebet, das hat wirklich sehr viel verändert, weil die Tatsache ist, ich hab Gott wirklich erlebt. Und zwar sah das bei mir damals in meinen Teenagerjahren so aus. Ich hab eine ganz besondere Berührung gehabt, dass ich, wenn ich gebetet hab, plötzlich gespürt hab, da ist jemand, der liebt mich. Ich hab gemerkt, ich hab ein Sinn im Leben. Das macht Sinn, dass es mich gibt, weil es einen Gott gibt, der mich geschaffen hat und der mich liebt. Ich hab sogar Wunder erleben dürfen, ab und zu mal ein großes Wunder, aber oft waren's kleine Dinge, eine Gebetserhörung, eine Situation, die einfacher wurde oder dass ich gespürt hab, Gott gibt mir Kraft, auch in 'ner schweren Situation durchzuhalten. Und so wurden meine Teenagerjahre, die nicht so einfach waren, aber geprägt dadurch, dass ich gemerkt hab, wow, dieser Gott ist nicht nur von damals, sondern von heute. Er hat was mit mir vor und ich hab gemerkt, es macht ein Riesenspaß, mit ihm unterwegs zu sein, weil er auch mein Gebet hört, weil er sich um mich kümmert und weil er Menschen liebt. Genau, ich hab gemerkt, dass viele in dem Alter suchen ja nach Sinn und Befriedigung auch in Partymachen und anderen Dingen. Ist auch nix Schlimmes, aber ich hab gemerkt, da das übt überhaupt keinen Reiz mehr auf mich aus. Mir hat's total Spaß gemacht, eine Bibel zu lesen, mit anderen Menschen übern Glauben zu diskutieren, anderen Menschen von Jesus zu erzählen. Also ich hab einfach mich so tief geliebt und angenommen gewusst, dass das gereicht hat. Natürlich sind Freunde ganz arg wichtig in dem Alter, auch für mich, aber ich durfte auf 'nem neuen Level erfahren, was es heißt, ein Sinn zu haben und bedingungslos angenommen zu sein. Und das hat einfach meinen Alltag verändert, weil ich dadurch eine Leichtigkeit hatte, die vorher nicht so stark spürbar war. Ich weiß noch, ich bin eines Sonntagmorgens in die Kirche gegangen und mir ging's nicht so gut. Ich war sehr herausgefordert in meinem Alltag. Ich hatte zwei kleine Kinder und das war sehr herausfordernd und stressig. Und hab mir manchmal gedacht, was soll das eigentlich alles? Und es gab da eine Zeit in dem Gottesdienst, wo so die Ermutigung kam, wenn man was aufm Herzen hat, jemanden zu ermutigen oder so, soll man doch hingehen. Jemand, ich kannte die nicht, eine Frau kommt auf mich zu und sagt, ich hab aufm Herzen, das hört sich jetzt vielleicht ganz banal an, aber dir zu sagen, Gott sieht dich, wo Du grad bist und er liebt dich. Und das hat so in meine Situation hineingesprochen, ich musste total weinen und hab gemerkt, auch wo ich mich vielleicht nicht gesehen fühle im Kleinkindalltag, Gott sieht mich und er liebt mich. Das war ein ganz einfacher Satz, der vielleicht wann anders, hätt ich gesagt, ja, danke. Aber in dem Moment hat er so in mein Herz gesprochen und ich hab gemerkt, Gott ist da und ich bin ihm nicht egal und ist total wertvoll, dass es mich gibt. Und das hat mir einfach sehr geholfen. Und so hab ich schon immer wieder erleben dürfen, dass Gott in kleinen Alltagssituationen uns nicht vergisst und uns auch begegnen möchte durch andere Menschen.



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